erweiterung gymnasium mengen

2.preis 2018
realisierungswettbewerb
sanierung und erweiterung gymnasium mengen


städtebau architektur
das baugrundstück für den realisierungswettbewerb sanierung und erweiterung gymnasium in mengen liegt prägnant am historischen altstadtring im südwesten von mengen.
das heutige gymnasium direkt an der stadtmauer gelegen besteht aus dem klostergebäude und der klosterscheune sowie einem neubau aus dem jahre 1977, welcher abgebrochen werden soll.
an der position des abzubrechenden schulbaukörper im osten der anlage, direkt an der mittleren straße stand ehemals die historische klosterkirche die nach einem brand abgebrochen wurde.
auf den bestehenden bebauungsstrukturen aufbauend, diese fortführend, weiterbauend und zu einem gesamtkonzept zu übersetzen wird der vorgeschlagene städtebauliche strukturansatz selbstbewusst und eigenständig entwickelt.
an der stelle der ehemaligen klosterkirche wird ein neuer schulbaukörper vorgeschlagen der den neuen haupteingang mit vorplatz und den auftakt zur schulanlage ausbildet.
es wird ein skulturales bauwerk vorgeschlagen, welches sich in die reihe der schulgebäude mit den unterschiedlichen silhouetten einreiht und eine eigene aus dem ort entwickelte formensprache zeigt.
aus der ortstypischen typologie von mengen den eng aneinander gereihten satteldächer entwickelt, sich das neue gebäude mit einem sockelgeschoss und zwei aufsteigenden gefalteten satteldachformen.
das neue bauwerk wird direkt an die vorhandene bestehende wandscheibe an der wilhemiterstraße angestellt, die die fuge zum bestehenden klostergebäude darstellt.
durch den neuen haupteingang entsteht im erdgeschoss ein großer funktionaler raum für veranstaltungen, der sich zum eingangsplatz als auch zum klosterschulhof öffnet.
der im erdgeschoss platzierte musiksaal sowie die cafeteria können als geschlossene oder zueinander mit dem foyer geöffnete räume funktionieren.
über die neue zentrale treppe und einen großen luftraum werden die obergeschosse großzügig erschlossen und geöffnet.
auf kurzem weg entwickelt sich im ersten obergeschoss die gesamte verwaltung mit der schulleitung, dem lehrerzimmer und der bibliothek.
im zweiten obergeschoss werden die fachspezifischen unterrichtsräume chemie, physik und biologie mit nebenräumen angeboten.
die kunsträume, die werkräume und der nwtraum werden in großzügigen kreativen räumen in den faltungen des daches entworfen, welche möglichkeiten der ausstellung und präsentation in den dachskulpturen und im mittelraum anbieten.
im klostergebäude sind im erdgeschoss die ganztagesräume über die geschosse verteilt die klassenräume und differenzierungsräume der unter- und mittelstufe platziert.
in der klosterscheune findet die oberstufe ihre räumlichkeiten.
farbe und textur des bestehenden klostergebäude weiterverfolgend wird der neue baukörper in beigem gestocktem sichtbeton in fassade, lamelen und dach vorgeschlagen.
in interdisziplinären zusammenarbeit mit technischen ingenieurbüros soll im weiteren verfahren ein energetisches gesamtkonzept mit dem auslober entwickelt werden.
die vorgeschlagenen kompakten kubaturen bilden die voraussetzungen dazu.
mit dem vorgeschlagenen konzept wird eine präzise idee für dieses projekt an diesem ort formuliert.
durch eine sorgfältige dem entwurfsansatz exakt nachfolgende realisierung, entstehen neue, den inhalten angemessene, unverwechselbare räume für die schüler, lehrer und besucher des gymnasium und der stadt mengen.
freianlagen
für den entwurf ist die grundlage das historische klosterensemble.
es entsteht eine abfolge von höfen mit unterschiedlichen funktionen und nutzungen mit dem zentralen mittelhof.
das verbindungselement ist der ehemalige stadtgraben.
der stadtgraben bleibt offen, lediglich ein zickzack-förmiger weg durchläuft den grünraum und hat die anbindung an die einzelnen höfe.
stellenweise gibt es dem weg zugeordnet bänke mit kleinen plätzen für die schüler zum verweilen in den pausen.
für spaziergänger auf dem weg in die stadt ist dieser fußweg ebenfalls offen.
im stadtgraben werden kirschen und nussbäume gepflanzt
der neue eingangshof im osten erhält einen abschluss durch eine breite ca. 1.20 hohe mauer zur straße hin.
dies bietet die möglichkeit davor einen teil der stellplätze hier zur verorten .
der baumbestand wird weitgehend erhalten und durch große solitärbäume wie kastanien und linden ergänzt, die in den höfen schatten spenden.
unter den bäumen werden unterschiedliche sitzgelegenheiten angeboten, wie lange bänke oder keilbänke ,die das sitzen in unterschiedliche richtungen ermöglichen.
alle höfe erhalten den gleichen pflasterplattenbelag.
eingelegte metallbänder gliedern die flächen und schaffen wiedererkennbarkeit.
in die metallbänder sind gravuren eingelassen, die über ziffern und schriften die geschichte des klosters darstellen und so eine reminiszenz an die geschichte des ortes sind.
entlang dieser metallbänder sind z.t. lichtlinien zur beleuchtung der höfe im boden eingelassen.
die notwendigen stellplätze sind entlang der mittleren straße und der wilhelmiterstrasse angeboten.
grüne inseln ragen an diesen stellen in die höfenund bilden die trennung vom verkehr.
alle höfe einwässern in die grünanlagen des stadtgraben, hier kann auch das dachwasser versickern.